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Kef Aziza

06.03.2018 – 07.03.2018

Kef Aziza ist eine 4,5 km lange, begehbare Höhle in Marokko. Bis wir sie zusammen mit Stefan und Alex gefunden haben, vergeht fast ein halber Tag. Zuerst fahren wir eine Piste entlang, von der wir glauben, sie führe uns zur Höhle, finden allerdings nur einen verlassenen Ksar. Nicht wirklich schlimm, da die Offroad Strecke dorthin echt cool war und wir Spaß daran haben, die alten Ruinen zu erkunden. Auch Stefand und Alex sind begeistert.

Nach den Ruinen machen wir uns dann nochmal auf den Weg und suchen die Höhle, die eigentlich unser Tagesziel ist. Nach langer Sucherei erspähen wir dann auch das kleine Loch weiter oben in den Felswänden direkt an einem Flussbett und suchen uns einen schönen Platz unter Palmen, der uns auch als Nachtlager dienen soll. Kaum geparkt, machen wir uns auch schon an den Aufstieg zur Höhle. Es beginnt relativ unspektakulär mit einem kleinen Höhleneingang, der nach ca. 50 Metern schon durch ein großes Loch in der Decke durchbrochen wird. Das sieht ganz nett aus, aber überall liegt Müll in der Höhle und viele Leute haben sich bereits mit Grafittifarben an der Höhlenmalerei versucht. Nicht sehr erfolgreich wie wir finden.

Nach ca. 150 Metern denke ich schon, es geht gar nicht weiter, da man das dunkle kleine Loch links in der Wand ohne Taschenlampe wirklich nicht sieht. Man muss sich unter einem Felsvorsprung bücken, damit es weitergehen kann und es wird abrupt stockduster. Stefan geht mit einer Lampe voraus und ich mit der Videokamera hinterher. Schon wenn er nur wenige Meter weiter vorausgeht, sehe ich fast nichts mehr. Alex bildet das Schlusslicht und Oli bleibt gleich draußen, weil ihm die ganze Sache nicht behagt. Wir gehen ca. 150 weitere Meter in die Höhle und bemerken, dass die Luft ziemlich stickig wird und es ein wenig moderig riecht. Die Felsen rechts und links sind wenig spektakulär und bieten kaum Abwechslung. Als wir zwischendurch mal nach oben leuchten, entdecken wir haufenweise Fledermäuse an den Wänden. Mir und Alex reicht es ;-). Außer dem schmalen Gang zwischen den glatten Felswänden, stickiger Luft und den Fledermäusen gibt es hier nix zu sehen. Vielleicht klingt das nicht gerade aufregend, aber dafür sind wir dann doch zu sehr Mädchen, als dass wir uns noch weiter durch die stockdunklen Gänge getraut hätten. Auch Stefan verspürt wenig Lust, die Erkundungstour allein fortzusetzen und wir machen uns auf den Rückweg. Draußen erwartet uns das von Palmen gesäumte Flussbett und eine tolle Landschaft, die uns eher zusagt.

Später wieder zurück bei den Autos, bekommen wir Besuch. Irgendein Marokkaner taucht halt immer auf ;-). Ein junger Typ, ca. 16-18 Jahre alt, der kurz Hallo sagt und dann ca. eine viertel Stunde nur dasteht und uns anschaut. Wir stellen zwischendurch ein paar Fragen, die er nett beantwortet und damit er nicht so blöd in der Gegend rumstehen muss, biete ich ihm irgendwann einen Hocker an. Zunächst winkt er ab, setzt sich dann aber doch irgendwann hin. Als er den kleinen Hund entdeckt, den wir inzwischen Risha getauft haben (weil sie aus Rich kommt), nimmt er ihn auf den Arm und hat für die nächste Stunde scheinbar eine gute Beschäftigung gefunden :-). Leider spricht er kaum Französisch und so kommt eine Unterhaltung nur stockend in Gang. Er trinkt mit uns Tee und genießt scheinbar einfach die Abwechslung von seinem sonstigen Alltag. Kein Problem, denn auch wir freuen uns immer über nette Begegnungen mit Einheimischen. Als ich ihm dann weiteren Tee anbiete, winkt er aber rigoros ab und bedeutet uns, dass er sich langsam auf den Heimweg machen muss, bevor es dunkel wird. Klar verständlich, denn weit und breit ist ja kein Dorf in der Nähe und er scheint noch einen längeren Weg vor sich zu haben.

Wir entfachen das Lagerfeuer für den Abend und zaubern noch eine leckere Pizza im Omnia. Perfekter Abend sozusagen ;-).

2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Hi, der vermeintliche Ksar ist eine ehemalige Festung der Französischen Fremdenlegion. Viel Spaß und tolle Erlebnisse weiterhin !

Antworten

    Danke für die Richtigstellung, sodann ist es eine ehemalige Festung der Französischen Fremdenlegion :-).

    Antworten

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