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Die Todra Schlucht

25.02.2018 – 26.02.2018

Nach Tazzarine geht es weiter auf der N12 bis Alnif und danach auf der R113 bis Tinerhir, wo die berühmte Todra Schlucht beginnt oder, wenn man so will, endet. Anfangs ist die Todra Schlucht eine schmale Straße, von der rechts und links imposante bis zu 300 m hohe Felswände in den Himmel ragen. Der schmale Eingang ist größtenteils kommerzialisiert und man findet viele Verkaufsstände entlang der Straße. Wir werden von jeder Menge Kinder umringt, die uns aus Palmenblättern gebastelte Kamele “schenken” wollen. Zu Beginn ist es noch ok, aber nach dem 5. Palmenkamel machen wir uns dann schnell davon, schießen auf dem Weg noch ein paar Bilder und fahren weiter.

Immer den Fluss entlang fahren wir bis kurz vor Imilchil und biegen dann rechts ab Richtung Er-Rich. Wir befinden uns inzwischen auf 2800 m. Rechts und links neben der Straße türmen sich bereits schmelzende Schneeberge. Hier oben ist es natürlich deutlich kälter, aber trotzdem sehr schön. Durch die Schneeschmelze ist natürlich reichlich Wasser im Fluss. Immer wieder passieren wir überschwemmte Straßenabschnitte und gönnen Iggy eine Unterbodenwäsche.

Wir fahren durch viele Bergdörfer, deren Straßen nur noch aus großen Schlaglöchern bestehen. Hier kommen – zumindest um diese Jahreszeit – nicht so oft Touristen durch. Die Menschen schauen zwar etwas mürrischer drein, winkt man ihnen aber zu oder lacht sie an, erhält man ein Lächeln zurück und es wird ebenso gewunken, wie sonst überall in Marokko. Insgesamt sind wir sowieso ziemlich begeistert von der Freundlichkeit der Marokkaner. Schlechte Erfahrungen haben wir bisher keine nennenswerten gemacht. Ich stelle mir immer wieder vor, wie es in Deutschland abläuft, wenn ein Wohnmobil bzw. Bus aus einem fremden Land vorbeifährt. Es wäre kaum anzunehmen, dass die Insassen von irgendwem ein nettes Lächeln erhalten oder ihnen zugewunken würde.

Naja, wie auch immer … Mitten auf dem Weg im hohen Atlas beginnt es irgendwann dunkel zu werden und wir suchen einen Nachtplatz. Gar nicht so einfach, wenn wir nicht unbedingt mitten in einem Dorf übernachten wollen. Schließlich finden wir eine Ausbuchtung in den Felswänden wo wir auf einer kleinen Fläche parken und die Nacht verbringen können. Am nächsten morgen schauen wir uns etwas in der Gegend um und entdecken direkt neben unserem Nachtplatz einen hübschen kleinen Wasserfall. Leider ist es uns etwas zu kalt für eine morgendliche Dusche unterm Wasserfall. Richtung Er-Rich geht es immer weiter runter und auch die Temperaturen werden wieder wärmer. Unser nächstes Ziel ist also Er-Rich …

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