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Tazekka Nationalpark

09.03.2018 – 10.03.2018

Nachdem wir Fès verlassen haben, geht es Richtung Tazekka Nationalpark. Obwohl die sogenannte Atlas-Zeder charakteristisch für die Region des Tazekka Nationalparks sein soll, fallen uns besonders die zahlreichen Korkeichen auf, die das Waldbild ausmachen. Wir freuen uns, auch mal wieder einen “richtigen” Wald zu durchfahren und suchen uns relativ früh am Nachmittag einen netten Stellplatz, um die schöne grüne Gegend noch ein bisschen zu erkunden. Es gibt viele Wanderwege und wir machen einen netten Spaziergang mit Sam, der sich ebenso freut, an soooo viele Bäume pinkeln zu können ;-).

Am nächsten Morgen geht es durch den Rest des Nationalparks über Taza und die R505 weiter Richtung Norden. In Kassita wechseln wir auf die N2 und fahren an die marokkanische Mittelmeerküste bis kurz vor Al Hoceima. Hier finden wir einen kleinen bewachten Parkplatz direkt am Meer, wo wir die Nacht verbringen.

Marokkanische Mittelmeerküste & Cala Iris

11.03.2018 – 13.03.2018

Am nächsten Morgen geht es weiter über die N16 am Nationalpark Al Hoceima entlang. Bei Cala Iris fahren wir wieder direkt ans Meer und merken, dass wir das Mittelmeer doch nen Ticken schöner finden, als den Atlantik. Nicht so windig und auch nen bisschen blauer ;-). In Cala Iris gibt es nen coolen kleinen Campingplatz, von dem aus man eine fantastische Aussicht hat und wir mieten uns dort ein. Für das Abendessen haben wir wilden Spargel mitgenommen, den wir von ein paar Kindern auf dem Weg nach Cala Iris am Straßenrand gekauft hatten. Wir lieben grünen Spargel und die wilde Variante hat diesem geschmacklich noch ein bisschen was voraus.

Der nächste Tag wird sonnig und wir legen gerne wieder eine kleine Fahrpause ein, um uns bei dem schönen Wetter ein bisschen auszuruhen. Außerdem treffen wir auf dem Campingplatz auf Torsten und Angela (www.dakommtnochwas.de), mit denen wir tolle Gespräche führen und einen netten Abend verbringen. Die beiden sind mit ihrem Magirus 90-16 ebenfalls als Vollzeit-Reisende unterwegs und schreiben in ihrem Reiseblog über ihre Erlebnisse.

Peñon de Vélez de la Gomera

13.03.2018

Einen weiteren Tag später verlassen wir den Campingplatz zusammen mit Torsten und Angela und dem Plan, uns zusammen eine nahegelegene Spanische Exklave anzuschauen. Die Insel “Peñon de Vélez de la Gomera” liegt direkt an der marokkanischen Küste, gehört aber zum Spanischen Hoheitsgebiet. Über eine kleine Landzunge ist die Exklave mit dem marokkanischen Festland verbunden und wir wundern uns etwas über die scheinbar spärliche “Sicherung” der Insel. Die Grenze zwischen Marokko und Spanien, die die Halbinsel vom Festland trennt, gilt mit 85 Metern als die kürzeste Landgrenze der Erde. Ursprünglich handelte es sich um eine Insel, die bis 1934 noch komplett vom Festland getrennt war. Ein Unwetter spülte derart viel Sand an, dass eine Verbindung entstand, die die Insel seither zur Halbinsel machte. Mögliche Flüchtlingsströme auf die kleinen spanischen Exklaveninseln, werden durch hartes Durchgreifen seitens der spanischen Regierung verhindert. Afrikanische Ankömmlinge werden von der spanischen Polizei oder dem Militär bislang einfachwieder auf das marokkanische Festland zurückgebracht. Wir genießen derweil die schöne Aussicht auf die Insel und das sonnige Wetter, bevor wir uns von Torsten und Angela verabschieden und uns auf den Weg nach Chefchaouen machen.

Chefchaouen

13.03.2018 – 15.03.2018

Am Abend kommen wir in Chefchaouen an und fahren auf den Campingplatz oberhalb der Stadt. Da wir fast den ganzen Tag gefahren sind, fallen wir nur noch müde ins Bett. Der nächste Morgen startet sonnig. Da es die nächsten Tage quasi durchregnen soll, freuen wir uns, dass wir Chefchaouen an diesem Tag in der Sonne genießen dürfen. Vormittags machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Chefchaouen liegt an einem Berg und der Campingplatz oberhalb der Stadt erlaubt einen tollen Blick auf die charakteristisch blau bemalten Häuser des hübschen Ortes. Über eine lange Treppe erreichen wir die Medina von Chefchaouen und schlendern mit großen Augen durch die kleinen blauen Gassen. In Chefchaouen sprechen viele Marokkaner spanisch. Dies geht auf einen Einwanderungsstrom aus dem Jahre 1492 zurück, bei dem aus Spanien ausgewiesene Muslime und Juden sich in Chefchaouen niederließen. Die hübsche blaue Farbe der Häuser, die das gesamte Stadtbild prägt, soll vor dem bösen Blick schützen.

Nachdem wir in einem netten Restaurant einen Kaffee trinken und eine Kleinigkeit essen, kaufen wir auf dem Souk noch Gemüse ein und machen uns dann wieder an den Aufstieg zum Campingplatz. Dort treffen wir dann noch einige Leute, mit denen wir mal wieder einen netten Abend verbringen. Die Amerikaner, Cricket und Shaun, haben ihren T3 Syncro aus den USA nach Europa verschifft und sind von dort nach Marokko übergesetzt. Nach den vielen tollen Gesprächen versprechen die beiden, uns später in Südspanien noch einmal zu besuchen.

Als wir am nächsten Morgen aufwachen, schüttet es bereits in Strömen. Wie immer verlagert sich unsere morgendlich geplante Abfahrt auf Mittag, da sich beim Abschied von den getroffenen Leuten immer wieder neue Gespräche ergeben ;-). Die sintflutartigen Regenfälle stören zu diesem Zeitpunkt zwar nicht, sorgen aber dafür, dass wir uns beide eine fette Erkältung einfangen.

Als wir uns dann doch endlich verabschieden, disponieren wir aufgrund des Regens kurzerhand um und beschließen, dass wir möglichst noch am gleichen Abend die Fähre nach Europa erreichen möchten. Auf geht’s also …

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